Eine hektische vierzehntägige Phase der EU-Politikgestaltung gegenüber China begann am Dienstag, angesichts Anzeichen, dass große Mitgliedsstaaten trotz enormen Drucks aus Peking bereit sein könnten, eine härtere Haltung im Handel einzunehmen.
Pekings Vizehandelsminister Ling Ji sollte sich in Brüssel mit der neuen EU-Handelsdirektorin Ditte Juul Jorgensen treffen und Gespräche mit chinesischen Unternehmen in der belgischen Hauptstadt führen, bevor er zu Foren in Berlin und Düsseldorf aufbricht.
Gleichzeitig begannen EU-Diplomaten mit den Vorbereitungen für den bevorstehenden Gipfel nächste Woche, bei dem die 27 Mitglieder über die zukünftige Ausrichtung der China-Politik der Europäischen Union entscheiden werden.
Die Debatte hat den Siedepunkt erreicht. Aus Peking kommen weiterhin Drohungen, die versprochen haben, gegen verschiedene EU-Maßnahmen zur Einschränkung des Marktzugangs chinesischer Unternehmen vorzugehen, während Quellen in Brüssel zunehmend überzeugt sind, dass ein Handelskrieg zwischen beiden Seiten bevorsteht.
Während die Europäische Kommission entschlossen ist, die Spannungen durch verstärktes Engagement mit China abzubauen, sind die Erwartungen bei einigen Beteiligten gering, dass Peking bereit ist, auch nur einen Zentimeter bei den langjährigen EU-Forderungen nachzugeben, seine Handels- und Industriepolitik zu zügeln.
Stattdessen herrscht Frustration darüber, dass chinesische Beamte weiterhin die Erklärungen aus Brüssel ignorieren, dass seine Politik pro-europäisch sei – darauf abzielend, die eigene Fertigungsresilienz zu stärken – und nicht anti-chinesisch.
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