

Carolyn Geason-Beissel/MIT SMR | Getty Images
Die Mehrheit der Belegschaft besteht aus Mitarbeitern der Millennials und der Generation Z, aber die Führungsteams sind dramatisch älter. Organisationen, denen es an generationenübergreifender Vielfalt in der oberen Führungsebene mangelt, greifen möglicherweise auf vergangene Strategien zurück, anstatt neue Optionen für die Bewältigung neuer Herausforderungen zu sehen. Drei altersdiverse Kooperationsstrategien können Innovations- und Entscheidungsfähigkeiten stärken: Konsultation, gemeinsame Entscheidungsfindung und generationenübergreifende Führungspipelines.
Die heutige Belegschaft umfasst fünf Generationen, wobei Millennials und die Generation Z zusammen über 60 % der Arbeitnehmer weltweit ausmachen – ein Anteil, der bis 2030 voraussichtlich 74 % erreichen wird. Dennoch gibt es eine wachsende Kluft zwischen den Generationen in der Unternehmensführung. Während die Altersvielfalt am Arbeitsplatz zunimmt, liegt die Entscheidungsbefugnis zunehmend bei den älteren Generationen.
Das Durchschnittsalter der CEOs von Unternehmen im S&P 1500 ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, von 54 im Jahr 2008 auf fast 59 im Jahr 2023Nur 5 % der Direktoren in S&P 500-Vorständen sind unter 50. Ähnliche Dynamiken sind weltweit zu beobachten. Das Durchschnittsalter der Vorstandsmitglieder in wichtigen Märkten wie Brasilien, der Europäischen Union und Indien liegt zwischen 58 und 64 Jahren – etwa 20 Jahre älter als das Medianalter (etwa 39) der globalen Belegschaft.
Warum altersdiverse Führung zu besseren Entscheidungen führt
Während Erfahrung zweifellos wichtig für effektive Führung ist, birgt sie auch das Risiko, sich auf dieselben mentalen Modelle zu verlassen, die frühere Erfolge untermauert haben. Wenn sich der Geschäftskontext schnell ändert, kann das Beibehalten derselben Strategie die Anpassungsfähigkeit genau dann behindern, wenn neues Denken erforderlich ist.
Hier kommen jüngere Führungskräfte ins Spiel. Es wurde festgestellt, dass altersdiverse Führungsteams in beidhändigem Lernenhervorragend sind: Sie kommunizieren wichtiges implizites Know-how besser von einer Generation zur nächsten. Dies hilft Organisationen, kritisches Fachwissen im Laufe der Zeit zu erhalten. Gleichzeitig helfen jüngere Führungskräfte, Erfahrung mit Neugier und der Bereitschaft, den Status quo in Frage zu stellen, auszugleichen, was eine kontinuierliche Aktualisierung des organisatorischen Wissens unterstützt.
Ein solches beidhändiges Lernen und eine Vielfalt an Ideen können auch Innovationen freisetzen. Es wurde festgestellt, dass Altersvielfalt die Produktinnovation beschleunigt und kreative Problemlösungen fördert, insbesondere in Krisenzeiten wie internationalen Konflikten oder der COVID-19-Pandemie. Die Forschung hat gezeigt, dass generationenübergreifende Führungsteams besonders stark in den Bereichen nachhaltige Geschäftsmodellinnovation und Öko-Innovation abschneiden.
Wichtig ist, dass dies keineswegs darauf hindeutet, dass ältere Manager weniger fähig oder willens sind, Innovationen voranzutreiben; vielmehr betonen Analysen das Potenzial einer größeren Vielfalt an generationellen Perspektiven. Aktuelle Forschungsergebnisse heben die positiven Effekte hervor, die „graue Unternehmer“ in altersdiversen Gründungsteams auf Kennzahlen der Innovationsleistung und des Unternehmenswachstums haben können.1
Drei Wege zur Förderung generationenübergreifender Führung
Das Argument für generationenübergreifende Führung wird zunehmend klarer.
Referenzen
1. „Graue Unternehmer“ werden definiert als „Personen über 50 Jahre, die sich aktiv unternehmerisch betätigen.“ Siehe D. Kanama, S. Ito, S. Muranaka, et al., „Role of the Grey Entrepreneur in Startups: An Empirical Study of the Impact of Age Diversity on Innovation Performance,“ Economic Structures 14, Nr. 1 (Dezember 2025): 1-17, https://doi.org/10.1186/s40008-025-00352-7.
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