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Brian Stauffer/theispot.com
Berufliches Wachstum kann von Führungskräften verlangen, Überzeugungen und Verhaltensmuster anzuerkennen und loszulassen, die guten Entscheidungen oder Arbeitsbeziehungen im Weg stehen. Einige Experten für Führungskräfteentwicklung glauben, dass Techniken aus der integrierten systemischen Familientherapie wertvolle und relativ einfache Ansätze sind, um durch größeres Selbstbewusstsein anhaltende Einstellungen und Verhaltensweisen zu verändern.
Stellen Sie sich vor, Sie sind Gabrielle, eine leitende Führungskraft in einem schnell wachsenden Technologieunternehmen. Zwei Ihrer Top-Performer sind auch Ihre größten Kopfschmerzen, und sie machen alle unglücklich – vor allem Sie.
Der eine ist technisch brillant, untergräbt aber die Ideen von Kollegen mit hinterhältigem Sarkasmus und strategischer Untätigkeit. Der andere ist ein kreatives Kraftpaket, behandelt aber jüngere Teammitglieder mit offener Verachtung. Diese beiden „brillanten Idioten“ zu managen, ist schon schwer genug. Aber noch schlimmer ist ihre erbitterte Rivalität, die das Team vergiftet. Sie haben Coaching, Feedback und sogar professionelle Mediation versucht, aber nichts hat funktioniert. Die Moral sinkt und damit auch Ihre Chancen, die diesjährigen Ziele zu erreichen.
Sie fühlen sich festgefahren. Ein Teil von Ihnen – der Menschengefällige – möchte Harmonie bewahren und sicherstellen, dass sich jeder respektiert und einbezogen fühlt. Er mag keine Konflikte und vermeidet Konfrontationen. Ein anderer Teil – der Leistungstreiber – fordert Ergebnisse und möchte die Versprechen einlösen, die Sie Ihrem Chef und Ihren Kunden gegeben haben. Er weiß, dass alles, wofür Sie gearbeitet haben, gefährdet ist, wenn Sie dieses Problem jetzt nicht lösen.
Diese konkurrierenden inneren Stimmen stecken in einer erschöpfenden Pattsituation fest und blockieren Sie daran, Maßnahmen zu ergreifen. Was hier passiert, ist nicht nur eine schwierige Managemententscheidung. Es ist ein Konflikt zwischen verschiedenen Teilen Ihrer selbst, jeder mit seiner eigenen Stimme, Agenda und Absichten.
Menschliche Entwicklung und der multiple Geist, kurz gefasst
Der Dichter Walt Whitman schrieb bekanntlich: „Widerspreche ich mir selbst? / Sehr gut, dann widerspreche ich mir selbst, / (Ich bin groß, ich enthalte viele.)“ Er erkannte, dass unser Geist nicht monolithisch ist, sondern aus mehreren, voneinander abhängigen Teilen besteht, die in einer dynamischen Beziehung zueinander operieren. So wie unser Körper als komplexe lebende Systeme funktioniert, in denen viele Organe eine Rolle dabei spielen, uns gesund und anpassungsfähig zu halten, besteht unser Geist aus bewussten und unbewussten Teilen, die in einer dynamischen Beziehung zueinander funktionieren. (Für die Zwecke dieses Artikels verwenden wir den Begriff Geist, oder Psyche, um die Gesamtheit all unserer bewussten und unbewussten Prozesse zu bezeichnen – einschließlich Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Erinnern, Vorstellen, Motivieren und uns selbst zum Handeln zu bewegen.)
Die Idee eines „multiplen Geistes“ hat die moderne Psychologie lange geprägt.
Referenzen
1. D. Ancona und D.N.T. Perkins, „Familiengespenster in der Führungsetage“, Harvard Business Review 100, Nr. 1 (Januar-Februar 2022): 92-101.
2. M.E. Buys, „Erforschung der Evidenz für die Therapie mit Inneren Familiensystemen: Eine Scoping-Überprüfung aktueller Forschung, Lücken und zukünftiger Richtungen“, Clinical Psychologist 29, Nr. 3 (2025): 241-260, https://doi.org/10.1080/13284207.2025.2533127.
3. R.C. Schwartz und T. Hübl, „Unsere Lasten loslassen: Ein Leitfaden zur Heilung individueller, angestammter und kollektiver Traumata“ (Sounds True, 2025).
4. R.C. Schwartz, „Keine schlechten Teile: Heilung von Traumata und Wiederherstellung der Ganzheit mit dem Modell der Inneren Familiensysteme“ (Sounds True, 2021); und R.C. Schwartz, „Das Arbeitsbuch zu den Inneren Familiensystemen: Ein Leitfaden, um Ihr Selbst zu entdecken und Ihre Teile zu heilen“ (Sounds True, 2024).
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